Abgeschickt von Dr. Gerson Lüdecke am 19 Februar, 2005 um 21:35:25
Antwort auf: Anhaltendes Blut im Urin von Roßkamp Barbara am 25 Januar, 2005 um 13:20:13:
Sehr geehrte Frau Roßkamp,
Die Situation, die sie für ihre Mutter beschreiben beinhaltet einige gravierende Risikofaktoren. Es ist bekannt, dass mit steigendem Alter die Aggressivität des Harnblasenkarzinoms häufig zunimmt. Ferner beschreiben Sie, dass ihre Mutter ein Karzinoma in situ und eine BCG Therapie hat. Diese Kombination beinhaltet ein hohes Risiko für Rezidive und Progression in der Tumorerkrankung.
Auf Grund der Gesamtsituation ist es auf jeden Fall überlegenswert, ob eine radikalchirurgische Behandlung in Frage kommt.
Aber auf Grund der vorliegenden Informationen ist hierzu keine verbindliche Empfehlung möglich. Sollten Sie Interesse daran haben, weitere Informationen zu erhalten, so kann ich Sie nur bitten, mich per Email zu kontaktieren.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Gerson Lüdecke
: Hallo,
: meine Mutter ist 72 Jahre alt und hat seit 9 Jahren Blasenkrebs und wird mit Chemotherapie oder BCG behandelt und von Zeit zu Zeit wird die Blase ausgeschabt.
: Nun hat meine Mutter aber seit 8 Wochen Blut im Urin und ist vor zwei Wochen operiert worden, wobei die Ärzte erneut festgestellt haben, das sich da wieder ein Karzinom insita gebildet hat.
: Aber die Blutung, die wohl durch eine anhaltende Entzündung der Blase entsteht, geht nicht zurück. Der Urologe sagte, daß die Blutung und somit auch die Entzündung von alleine weggehen müßte.
: Meine Mutter hat vor zehn Tagen schon zwei Blukonserven bekommen und bekommt am Donnerstag erneut eine.
: Die Alternative dazu, wenn die Blutung nicht gestoppt wird, wäre eine Blasenentfernung. Aber die Krebs erkrankung als solche, rechtfertigt die Entfernung nicht, nur das Bluten und dazu muß es doch eine Alternative geben, oder.
: Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen
: Mit freundlichem Gruß
: Barbara Roßkamp
: PS: für weitere Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung