Abgeschickt von Edi am 12 Januar, 2007 um 16:15:27:
Gerade jetzt gibt es im Forum www.harnblasenkrebs.de die Diskussion: "Blasenspiegelung - furchtbar!"
Hioer hat weiter unten jeman geschrieben: NMP22 taugt nichts.
Richtig: der Mittelweg!
Stellt der Urologe das erste oder zweite Mal nicht sichtbares Blut im Harn fest, oder auch sichtbares, dann ist eine Zytologie, eine Harnkultur, ein NMP22-Tumormarkertest, und ggf. ein FISH-Test angezeigt.
Obund was man davon nicht macht, bleicht dem Patienten - unter Anbedacht des Selbstbehaltes - überlassen.
Will der Patient anschließend noch weitere Klarheit haben, dann empfehle ich Blasenspiegelung, aber nur mit 5ALA oder Hexvix. Dies ist zwar schon längere Zeit Stand der Medizin, wird aber nur selten eingesetzt. Grund ist wohl die Blaulichtausführung vom Zystoskop, was fast kein Urologe hat. Aber damit leuchtet der Tumor in der Blase auf, wie ein weißes Hemd unter Neonlicht in der Disko.
Also fragen Sie den Uro ob er eine Zystoskopie (Blasenspiegelung) mit Blaulicht macht (5ALA oder Hexvix ist fast gleichwertig). Und gehen Sie zu einen anderen, wenn er sagt Nein. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken. Zudem kostet eine B. Ca. Behandlung im Anfangsstadium nicht viel, eine Totaloperation bis zu 15.000.- Euro. Außerdem ist man dann kurz oder lang Invalide. Der volkswirtschaftliche Schaden derart gigantisch, dass die Kassen ihre Scheuklappen abnehmen sollen, und ein Screening auf B.Ca. (mit P.Ca.) zahlen sollten.
Bitte bedenken: Die Latentzeit des Tumors von der Verursachung bis zur Entdeckung ist bis zu 26 Jahre und mehr!
Alles Gute!
www.krebspatienten.info